Rezenion zu Oblivio Totalis: Das totale Vergessen: Kurzgeschichte von L. C. Frey

Frey„Das Leben ging einfach weiter seinen üblichen Gang, und vielleicht war das das Allerschlimmste. Zu sehen, wie wenige Menschen man dafür braucht.“ – Zitat aus der Kurzgeschichte

Fakten zum Buch:
Titel: Oblivio Totalis: Das totale Vergessen (Kurzgeschichte)
Autor/in: L. C. Frey
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsjahr: 2017 (Erstmals veröffentlicht in: Dr. Nachtstrom (Hrsg.), Bernhard Reicher (Chefredakteur), »VISIONARIUM präsentiert: Arcanum. Geschichten aus der Zukunft«, Edition Gwydion 2016)
Erhältliche Formate: Ebook

Inhalt:
Eine kurze Geschichte vom Ende der Welt Ich bin der letzte, der noch übrig ist, zumindest glaube ich das. Inzwischen haben sie alle anderen abgeholt, bis auf uns, den Abschaum. Die Stadt brennt, überall explodiert irgendwas, und diese schwarzen Dinger kommen immer näher. Vielleicht haben sie sich mich ja bis zum Schluss aufgespart. Vielleicht hat es auch was mit Catherines Zettel zu tun, dessen eigentliche Botschaft ich noch immer nicht entschlüsselt habe. Ich schließe die Vorhänge. Sie kommen. In Oblivio Totalis – Das totale Vergessen berichtet einer der letzten Überlebenden einer weltweiten Säuberung von den letzten Tagen der Menschheit auf diesem Planeten. Alles begann mit dem großen Verschwinden. Das große Vergessen war die zweite Stufe. Und nun folgt Stufe Drei, die letzte …

Zum Cover:
Das Cover ist absolut gelungen und passt zum Inhalt. Ich habe das Cover im Newsletter des Autors gesehen und wusste sofort, dass ich das Ebook haben muss. Warum kann ich nicht genau sagen, es hat mich einfach total angesprochen. Am besten gefällt mir die obere Hälfte

Zum Inhalt:
Das Ende der Welt… das ist, wie schon im Klappentext angegeben, das zentrale Thema. Noch immer bin ich geflasht, wie der Autor dieses Thema in seiner Kurzgeschichte umgesetzt hat. Ich habe die Kurzgeschichte abends in meiner Wohnung gelesen, es war ruhig und es gab keinerlei Geräusche. Als draußen ein Auto vorbeifuhr, erschrak ich richtig. Der Autor hat mich derartig in seine Geschichte hineingezogen, sodass ich nichts mehr um mich herum wahrnahm. Die Stimmung im Buch ist düster sowie traurig und doch schwingt auch Hoffnung mit. Der Protagonist gibt nicht auf, er kämpft und irgendwie doch nicht.

Der Protagonist erzählt uns sehr emotional, was in den letzten Tagen passiert ist bzw. gerade passiert. Er schildert uns, wie sich die Welt verändert und wie sich die Menschen verhalten. Wir erfahren, wie er ein Wechselbad der Gefühle durchlebt, was er empfindet und was er gegen seine Gefühle unternimmt. Die Welt geht unter, das Vergessen wird stärker und die Menschheit spielt alles herunter bis es zu spät ist. Das Ganze war so real beschrieben, dass man denken könnte, es passiert wirklich.

Der Autor hat hier wirklich viel Fingerspitzengefühl eingesetzt und eine intensive Kurzgeschichte geschrieben. Beim Lesen lief mir mehrmals ein eiskalter Schauer über die Haut. Man merkt hier sehr, dass der Autor ein guter Thriller-Autor ist und weiß, wie man dieses Gefühl bei seinen Lesern auslöst. Überhaupt hat der Autor einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil, der einen sofort gefangen nimmt und nicht mehr loslässt.

Ich bin wirklich froh, dass der Autor die Kurzgeschichte noch einmal einzeln veröffentlicht hat. Denn ohne diese Neuveröffentlichung hätte ich sie niemals entdeckt.

Die Kurzgeschichte selbst umfasst ungefähr 54 Seiten. Danach befindet sich eine Leseprobe zum Thriller „Ich breche dich“ vom Autor.

Mein Fazit:
Dies ist eine sehr emotionale und düstere Kurzgeschichte mit Gänsehautfeeling. Obwohl sie so kurz ist, fesselt sie einen komplett.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Flatterfeen.

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