Feedback zu Feuerrot von Julia Seuschek

imageKlappentext: 

»Ihn zu lieben, war Gewitterwind. Elektrisch. Stürmisch. Tödlich.« Amelias Leben ist nicht leicht. Der Schülerin mangelt es an Selbstbewusstsein, ständig nagen Zweifel an ihr und von ihren Freundinnen wird sie ausgenutzt. Doch eines Nachts geschieht es. Amelia trifft im Wald einen merkwürdigen jungen Mann mit feuerroten Haaren, und ehe sie sich versieht, wird sie in das London des 19. Jahrhunderts katapultiert. Doch das ist nicht das einzige Mysterium. Wer ist dieser Jack mit dem roten Schopf? Was will er von ihr? Und überhaupt: Was soll Amelia in der Vergangenheit? Eine spannende Geschichte um Liebe, Tod, einen legendären Killer … und wie man zu sich selbst findet.

Meine Meinung: 

Das Cover ist an sich sehr hervorstechend gewählt und es fällt einem schnell ins Auge. Gestaltet wurde es wohl, einerseits, passend zum Buchtitel und, andererseits, passend auch zum Inhalt des Buches. Da der Inhalt weitgehend in London spielt wurde im Coverhintergrund Elemente und Wahrzeichen aus der Stadt in Flammen gehüllt.  Finde schön gewählt und die Idee zu einem mutigen Cover recht ansprechend.

Zum Inhalt:  Hier wird es nun für mich etwas schwierig alles so zu erklären wie ich es empfunden habe. Also fangen wir mal vorsichtig an und ich gebe erst mal meinen Gesammteindruck zum Besten.

Ansich fand ich den Kurzroman ganz ok, er hat mich jetzt zwar nicht so arg vom Hocker gerissen, aber die Idee welche hier auf das Papier, oder eher in meinem Fall auf das Dokument, kam fand ich schon toll zu lesen.

Julia hat sich weitgehends für eine einfache Wortwahl entschieden, was dazu beiträgt, dass man sehr schnell und leicht durch die Seiten fliegt. Es wurden zwar in ein oder zwei Sätzen ein paar Ausdrücke und Wörter aus dem französischen eingearbeitet, was aber nicht wirklich stört oder behindert. Ich selbst habe mit der Sprache auch nix zu tun und hatte keine Probleme beim lesen.  Außerdem gelang es ihr sehr gut zwischen den zwei  Zeitformen in der Sprache hin und her zu wechseln.

Auffällig war auf jeden Fall für mich, dass das Buch in meinen Augen etwas zu kurz wurde und die Umsetzung zu der Idee welche die Autorin hatte leider nicht an allen Stellen überzeugt hat.

Wie ich das nun beschreiben soll ohne zu spoilern wird gerade zu einer für mich schweren Aufgabe:D aber ich versuch es trotzdem mal. Amelia hat auf ihrer Zeitreise einige Rätseln mit auf den Weg bekommen, diese zu lösen stellt sich als sehr schwierig raus. Sie bekommt Hilfe, aber ob sie dieser Hilfe vertrauen kann, weiss sie selbst nicht. Als ob das Zeitreisen an sich nicht schon fantasievoll genug wäre, hat Julia sich noch ein paar andere Highlights ausgedacht welche Amelia bei ihrer spannenden Geschichte hilfreich sein sollen. Und genau um diese Hilfe geht es in einem Kritikpunkt von mir. Ich habe selbst nach Beenden des Buches noch nicht wirklich raus, wann Amelia etwas wirklich erlebt, träumt oder als Visionen erlebt. Oft wechselten die Situationen so  schnell und ohne Vorwarnung, dass ich immer wieder zurück geschaut habe um nachzusehen ob ich evtl. etwas überlesen habe. Hier hätte ich mir etwas mehr an Details gewünscht in Form von einem besseren Übergang in die verschiedenen Szenarien.  Die Einleitung in das Buch erschien mir anfangs sehr detailiert und ich überlege nach beenden warum es so geschrieben wurde? Es werden Personen und Namen vorgestellt, die man sich dann versucht alle zu merken, weil man weiß ja nie ob sie noch mal wichtig werden und stellt dann nach dem Fertiglesen fest, dass sie gar keine Rolle spielten. Was an sich nicht schlimm war, da man etwas über den Charakter der Hauptprotagonistin erfährt, aber es fällt eben auf, dass während dem Buch von sehr detailiert auf eher sprunghaftes beschreiben gewechselt wurde.  Viele Ereignisse und auch manches Handeln von Amelia ersc hließt sich mir leider nicht. Ich habe noch immer so viele Fragen, die leider unbeantwortet blieben.  Es sind keine wichtigen Fragen aber dennoch für mich doof, weil es mich dann die ganze Zeit und noch immer beschäftigt und während dem Lesen auch den Lesefluss etwas störte. Dieser wurde für mich auch ab und zu gestört durch persönliche Anreden an den Leser. So konnte es sein, dass mitten in der Geschichte das Wort an den Leser gerichtet wurde. Das hat mich so was von überrascht.  Ob es negativ oder positiv zu werten ist mag ich nicht beurteilen, denn mich hat es vor allem überrascht im Nachhinein fand ich es aber trotzdem recht witzig J War eben mal was anderes.

So nun aber genug der Kritik kommen wir zu dem schönen Teil J, denn die gab es auf jeden Fall auch hier. Besonders gut gefallen haben mir die Personen, welche in der Hauptgeschichte ihren Platz hatten. Amelia ist (bis auf die schon erwähnten kleineren Verständnisprobleme) eine sehr symphatische Protagonistin. Mir gefällt ihre Art wirklich gut, auch ihr Mundwerk fand ich sehr schön dargestellt.  Sie ist ein kleiner schlauer Fuchs und weiss ihren Verstand einzusetzen.  Auch ihre naiven Seiten waren mir durchaus symphatisch, vor allem, da sie ohne diese Schwäche ihr Abenteuer hätte nicht beenden können.

Jack ist ihr ausgesprochen gut gelungen. Dafür mein voller Respekt! Er ist wirklich toll, der Leser tappt genauso lange im Dunkeln über Jack’s wahres Wesen wie Amelia selbst. Er ist sehr chrismatisch, bestimmend und doch auch sehr mysteriös.

Dank der einen oder anderen Nebenrolle, vor allem durch den Polizist und den Butler, wird sein Chrakterbild noch lange weiterhin unbestimmt.

Fazit:

Ich schätze all diese Figuren und Personen und ich liebe die Idee eine Geschichte wie diese, zu lesen bekommen zu haben.  Trotz ihrer Schwächen war es ein tolles Erlebnis es gelesen zu haben. Wer Fantasy mit einem spritzer Krimi und etwas Lovestory für zwischendurch braucht ist hier durchaus für ein Kurzabenteuer gut beraten.

Diese kleine Geschichte erhält von mir folgende Flatterfeen-Bewertung:

Liebe Julia gib bitte nicht auf du hast sehr tollte Ideen und an der Umsetzung kann man sicherlich noch etwas arbeiten und verbessern. Aber Ideen finden kann man nicht lernen und wenn du noch mehr solcher Ideen hast, dann schreib bitte weiter.

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