Rezension zu In all den Jahren von Barbara Leciejewski

imageStell dir vor, du beobachtest die Polarlichter mit deiner großen Liebe und immer an deiner Seite ist dein beste/r Freund/in, gleichzeitig erlebst du einen Sternschnuppenschauer, den du in dieser Größe noch nie zuvor gesehen hast und genießt dazu heiße Schokolade mit Zitronen!

Es ist nicht einfach, die richtigen Worte zu finden um das zu beschreiben, was ich mit diesem Buch erlebt habe.

Ich lese sehr viel, aber noch nie habe ich mich so in die Geschichte eingefunden und solche Gefühle erlebt und richtig mit gelebt, wie in „All den Jahren“.

Klappentext: „Elsa und Finn leben Tür an Tür in München. Sie sind Freunde. Beste Freunde. Und allen Zweifeln ihrer Umwelt, allen Versuchungen und allen Gefühlen zum Trotz, wollen sie das auch bleiben, denn schließlich enden die meisten Liebesbeziehungen doch in einer Trennung: Aus Nähe wird Besitzanspruch, aus Zuneigung Gleichgültigkeit und so weiter. Man kennt das. Nein, Elsa und Finn wollen die bleiben, die sie sind, egal was auch passiert. Und es passiert so einiges, das ihre innige Freundschaft ins Wanken bringt, mal zur einen und mal zur anderen Seite hin.

Der Roman schildert auf humorvolle, spannende und bewegende Weise diese ungewöhnliche und tiefe Freundschaft über einen Zeitraum von zwanzig Jahren hinweg, ihre Höhen und Tiefen, komische, glückliche und dramatische Momente und stellt dabei immer wieder die Frage: Wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?

Ein wunderbarer Liebesroman der Münchener Autorin. Eine klare Leseempfehlung für Fans von Cecelia Ahern („Für immer vielleicht“)!“ 

Um gleich den letzten Satz des Klappentextes aufzuschnappen, muss ich zugeben, dass ich ein Cecilia Ahern Fan bin und viele ihrer Bücher gelesen habe. Natürlich auch „Für immer vielleicht“ und ich habe es geliebt.

Aber „In all den Jahren“ kann man nicht mit „Für immer vielleicht“ vergleichen! Nein, das würde ich mir nie erlauben, es würde dem Roman von Barbara Leciejewki nicht gerecht werden. „In all den Jahren“ ist so viel besser, dass es mir schwer fällt es zu beschreiben.

Bereits mit den ersten Sätzen wird man in die Welt von Elsa und Finn gezogen, lernt beide kennen und möchte am liebsten für immer bei den beiden bleiben. Je mehr man liest, desto schneller machte sich bei mir die Angst breit, dass das Buch einmal zu Ende ist und ich sie wieder verlassen muss.

Der Schreibstill ist, wie gewohnt von der Autorin, locker, flüssig und leicht verständlich. Es fehlt niemals der Humor, den ich so liebe. Jedoch gibt es auch traurige Stellen, bei denen Barbara es schafft, das kein Auge trocken bleibt. Gekonnt schöpft sie alle Möglichkeiten aus, um den / die Leser/in in ihren Bann zu ziehen und lässt einen die Gefühle der Protagonisten so real erscheinen, dass man sich mit ihnen identifiziert und die Gefühle als so real und fassbar erlebt, wie ich es selten zuvor erlebt habe.

Ich befand mich in einer Achterbahnfahrt der Gefühle, von Seite zu Seite und es hörte nie auf. Ehrlich zugegeben, bei circa zwei Drittel des Buches habe ich es nicht mehr ausgehalten und ich musste das Ende lesen, sonst hätte ich es nicht ertragen weiter zu lesen. Und obwohl ich es bereit kannte, konnte ich nachdem ich alles gelesen hatte meine Tränen nicht mehr zurück halten. Ja, ich habe richtig aus tiefsten Herzen geheult.

Im einen Moment ist man so glücklich mit Elsa uns Finn, da man sich so eine Freundschaft einfach nur wünschen kann und ein paar Seiten weiter würde man die beiden einfach nur gerne nehmen und schütteln. Die tiefe Freundschaft, die Seelenverbundenheit der Protagonisten ist so greifbar und real, jedoch hat sich bei mir als Leser schnell der Wunsch geäußert, dass Elsa und Finn doch endlich zueinander finden sollten. Sie wären das perfekte Paar, jedoch wollten die beiden einfach nichts davon wissen und hielten immer an ihrer wunderbaren Freundschaft fest. Bewundernswert!

Die Protagonisten besitzen so viel Tiefe, sind so gut durchdacht und mit viel Liebe ausgearbeitet, dass sie völlig real erscheinen. Und ich spreche nicht nur von den Hauptcharakteren Elsa uns Finn. Nein, jeder einzelne Nebendarsteller, die wir kennen lernen, gewährt uns einen Einblick in einen Teil seiner Geschichte. Barbara gelingt es wundervoll, dass es nie langweilig wird und man viele Protagonisten kennen lernt, ohne aber von Elsa und Finn zu viel Abstand zu gewinnen. Irgendwie bleiben die beiden doch immer im Mittelpunkt.

Ich könnte noch ewig so weiter schreiben, da ich einfach noch länger in der Welt von Elsa und Finn verweilen möchte. Schwer kann ich mich trennen und ich weiß, diese beiden Protagonisten werden immer einen Platz in meinem Herzen behalten.

Fazit: Mein absolutes Highlight…das beste Buch, dass ich bis jetzt gelesen habe aus diesem Genre!
Humorvoll, voll Liebe und Freundschaft und dann wieder viele traurige Momente, durch die man immer wieder durch muss. Wie im realen Leben erlebt man in den 20 Jahren alle Höhen und Tiefen gemeinsam mit Elsa und Finn. Gefesselt von Anfang bis zum Ende, will man erfahren, was sich im Leben der beiden zugetragen hat und wie sie an ihrer Freundschaft festhalten.

Wir waren ein perfektes Paar, ohne eins zu sein.“
Ein Satz aus dem Roman, der es perfekt beschreibt, was den/die Lerser/in bei Elsa und Finn erwartet!

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für jede/n, der gerne einen Roman mit sehr viel Gefühl liest.

Die Bewertung des Buches fällt mir sehr schwer, den 5 Feen sind einfach nicht ausreichend um diesem Meisterwerk der Gefühle auch nur annähernd gerecht zu werden.

Von mir gibt es dieses Mal einen Sternhaufen, der sich in einen Sternschnuppenschauer verwandelt und auf uns herabregnet und jeder einzelne davon ist ein Wunsch, der uns glücklich macht!

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