Feedback zu Kirschsommerküsse von Elisa M.Baker

VipTalisman1

Klappentext: 

Ella ist zweiundzwanzig, ein Bücherwurm und das, was man als mollig bezeichnen würde. Sie rechnet sich schlechte Chancen aus, jemals einen Mann zu finden der sie mit ihren Pfunden liebt. Doch stehen wirklich alle Männer nur auf schlanke Frauen? Und wie lernt man einen geeigneten Kandidaten kennen, wenn man so schüchtern ist wie Ella?
Und dann sind da auch noch Eva und Ellas Mutter, die ganz eigene Pläne für sie haben …

Eine romantische Komödie über Beziehungen, die erste Liebe und den chaotischen Weg zum Glück.

Meine Meinung: 

Die Covergestaltung, wurde hier scheinbar dem Inhalt entsprechend gewählt. Es wirkt romantisch-verträumt und doch ist es eine Schönheit, die man überall vorfinden kann. Auch die Farbe und die Nuancen sind toll abgestimmt, so dass es nicht zu aufdringlich oder kitschig wirkt. Ich hatte mich auf Anhieb in das Cover verliebt. ❤

Der Schreibstil ist sehr locker, einfach und doch an vielen Stellen humorvoll geprägt. Es zaubert dem Leser an vielen Stellen ein kleines Lächeln oder auch wirklich ein ausgereiftes Schmunzeln ins Gesicht. Elisa M. Baker bedient sich einer einfachen Wortwahl und doch schafft sie damit genug Tiefe in ihre Hauptprotagonistin zu legen, was auch vor allem daran liegt, dass das Buch aus der personellen Sicht der Ella geschrieben ist.

Erfreulich und toll fand ich die Idee, dass hier eine Protagonistin geschaffen wurde, wie es sie im wahren Leben auch häufig genug gibt. Eine junge Frau, keine Modellfigur, und in der Plus Size Abteilung in einem Kleidergeschäft zu finden. Sie hat mit alltäglichen Problemen zu kämpfen und versucht ihr inneres Gleichgewicht zu finden, was durch die Gesellschaft leider nicht so einfach für die junge Frau ist. Das Selbstbewusstsein der, träumerisch-romantischen, Ella verändert sich im Verlauf des Buches durch ihre gesammelten Erfahrungen. Wir bekommen ein Einblick in ihre Träume, Ziele, Wünsche aber auch zu ihren Gedankengänge, Ängste und Zweifel.

Ella teilt meine Leidenschaft für Bücher und ich konnte mich ganz wunderbar in ihre Persönlichkeit versetzen. Es mag auf den ein oder anderen Leser jammernd oder weinerlich wirken, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man sich genau so fühlt als junge Erwachsene, wenn man eben immer wieder durch das Raster der Gesellschaft fällt. Man lernt Ella zu einer Zeit kennen in der sie gerade emotional etwas down ist, aber in dem sie gegen ihre inneren Dämonen ankämpfen will und ihr Selbstwertgefühl steigern will. Man begleitet sie durch ein Labyrinth aus Gefühlen, versucht mit ihr zusammen einen Weg zu finden, um ihre Bedürfnisse, Wünsche und Ziele mit denen der Umwelt zu verknüpfen, aber wie es im Leben meistens so ist, ist das alles andere als leicht und man erleidet viel zu häufig immer wieder Rückschläge, so auch Ella.

Ich fand die Geschichte an sich wirklich schön, denn die Protagonistin war mir direkt sympathisch, eben ganz das Mädchen von nebenan. Ihre Gedanken und Gefühle wurden unverblümt hier dargestellt, so wie sie jeder Mensch in sich trägt. Auch die anderen Charakteren waren absolut authentisch, egal ob die sorgende Mutter, die beste Freundin, die ganz anders war, und auch alle anderen Nebendarsteller, welche man im Verlauf der Geschichte kennen lernt. Auch die männlichen Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und doch auf ihre Art und Weise interessant.

Nun kommen wir zu meinem ABER: Was ich leider sehr sehr schade fand, war, dass es sehr viele Wiederholungen gab, immer wiederkehrende Dialoge, welche Ella mit sich selbst führt. Auch wenn die sicherlich so realistisch sind, wirken sie irgendwann einfach nur nervend. Ein paar weniger der „Selbstgespräche“ und ein wenig mehr Handlung und Aktivität hätten mir besser gefallen. Ca. 1/3 des Buches, gerade am Anfang, zog sich für mich etwas zu lange hin, und wirkte irgendwann fast schon richtig langweilig, weil es nur so vor sich hin dümpelte.

Der Spannungsbogen kam leider auch für meinen Geschmack ein wenig verspätet. Als es dann „richtig losging“, mit Ellas Aktivität ihr Leben etwas Aufschwung zu geben, war es dann allerdings sehr amüsant und aufregend.

Dafür war aber dann das Ende wieder etwas seltsam, es kam mir irgendwie gepresst rüber, denn es kamen auf einmal so viele Ereignisse auf einmal zusammen und der Zeitraum, in der die Geschichte beschrieben wurde, empfand ich als sehr klein. Ich hätte mir nach dem „ruhigen“ Anfang einfach am Ende des Buches etwas mehr Gefühl und Romantik gewünscht, das Ende war mir dann einfach zu schnell abgehandelt.  Ich will aber darauf jetzt nicht weiter eingehen, denn ich will nichts vorweg nehmen.

Fazit: 

Ein Buch, zwei Hauptthemen und eine realistische Hauptprotagonistin machen dieses Buch zu einer tollen Unterhaltung für zwischendurch.
Trotz der Kritiken mag ich die Geschichte um Ella und habe sie auch gerne gelesen. Daher von mir eine klare Leseempfehlung an alle Leser, die einfach mal einen leichten, realitätsnahen Liebesroman mit Schmunzeleffekt und ein einer größeren Portion Zufall, lesen wollen. Ich würde es wieder lesen und genau das werde ich auch tun, denn es war endlich mal eine absolut authentische Protagonistin mit so viel realen Emotionen, in der sich mit Sicherheit sehr viele Jugendliche und junge Frauen wiederfinden könnten.

Meine Flatterfeen-Bewertung:

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